Wie schön es doch ist eine lichtstarke Festbrennweite für wenig Geld bei eBay zu ergattern. Gut, M42 ist nicht mein Alltagsanschluss aber es gibt ja Adapter. Und Autofokus, ja, der wird sowieso überbewertet. 

Blöd hingegen ist, wenn man freudig den DHL Boten empfängt, aber nach dem auspacken schnell merkt, irgendwas stimmt hier nicht, da ist Dreck drin. 

So war es bei mir gestern. Freudig über mein neues Spielzeug, drehte ich den Adapter auf die Linse und montierte das Objektiv an eine Nikon D7000. 
Doch was war das? Ein milchiger Schein, ein komisches Leuchten in hellen Bereichen. Und generell, so richtig scharf waren die Fotos auch nicht. 

Was ist da los? Ich begann mir das gute Stück genauer anzusehen. Und tatsächlich, auf der Linse vor den Blendenlamellen war eine Art Ölfilm, der Schuldige war demnach gefunden. 

Doch was tun? Es folgte eine simple Kosten-Nutzen-Rechnung. Lasse ich das 15€-Objektiv für ein Vielfaches des Kaufpreises instandsetzen? Nö, von diesem Gedanken hab ich mich zum Glück schnell befreit. Also?

Selber machen!

Da ich erstens fast nichts zu verlieren hatte und zweitens vermutete „ohne Zoom und Autofokus wird’s schon nicht so kompliziert sein“, entschloss ich mich also es zu versuchen und …
was soll ich sagen… bestens!

Habt ihr also alte Linsen mit Schmutz im Inneren rum liegen, bei denen sich eine professionelle Reparatur bzw. Reinigung nicht lohnt, solltet ihr mindestens über die Option nachdenken selbst Hand an zu legen.

Hier ein Video zu meinem gestrigen Einsatz:​​​

Also, nur Mut! Ran an die Schraubendreher.

Beste Grüße, euer Taro