Stell dir vor, du stehst vor einem Baum. Du telefonierst mit einem Typen, der tausende Kilometer entfernt ist. Du sagst ihm: „Ich stehe vor einem Baum.“ Er aber antwortet: „Nein, das ist kein Baum.“ Du richtest deine Handy-Cam auf Stamm und Krone, schickst ihm ein Foto. Er darauf: „Also ein Foto, das kann jeder fälschen. Ich glaube dir nicht, dass das ein Baum ist.“ Du wirst fuchsteufelswild. Du kannst die Rinde berühren, die Blätter ausrupfen, es ist ein Baum. Aber wie beweist du das diesem Typen? Du drehst ein Video von dem Baum, mit Metadaten und allem drum und dran. „Nein, es ist kein Baum“, beharrt er. „Ich muss das wissen, ich bin Baum-Experte.“ Dir platzt der Kragen. Du machst Ton-Aufnahmen mit Passanten, die bestätigen: „Hier ist eindeutig ein Baum.“ Doch der Baum-Experte bleibt hart: „Du bist kein Baum-Experte“, sagt er. „Ich kann also deine Nachricht darüber, dass sich vor dir ein Baum befindet, nicht guten Gewissens weiterverbreiten. Und außerdem hat das deutsche Zentralkomitee für Baumologie bestätigt, dass es da, wo du bist, keine Bäume gibt. Es kann also gar kein Baum sein.“

Mit diesen Worten leitet das Lower Class Magazin einen Artikel ein, den ich allen Journalismus-Interessierten nur wärmstens empfehlen kann. 

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Beste Grüße,

Taro