Nazis und Rechtspopulisten sind nicht nur auf der Straße und im Internet unterwegs sondern auch in Kultur und Medien, sie versuchen sich in Kunst und Journalismus.

Ein Beispiel dafür wie sich die neue Rechte aus der Deckung traut und versucht im bürgerlichen Lager zu fischen, ist die Teilnahme rechter Verlage und Publikationen an Buchmessen. Diese Entwicklung erfuhr im März 2017 Gegenwind. Wie bereits im Vorjahr gab es bei der Leipziger Buchmesse Proteste gegen Compact, allerdings nicht nur von Messebesuchern sondern organisierter und unter Einbindung von Ausstellern. Der Hashtag #verlagegegenrechts war geboren. In den Folgetagen wurde der Manifest Verlag, der maßgeblich an der Organisation der Proteste beteiligt war, von rechten Shitstorm überzogen.

Darauf folgend haben sich in Berlin verschiedene Verlage zusammen geschlossen und die Initiative Verlage gegen Rechts gegründet.

Der Initiative gehören inzwischen über 70 Verlage und über 100 Einzelpersonen an.

Auch dieses Jahr werden Rechte Verlage wieder auf der Leipziger Buchmesse zu finden sein aber sie müssen inzwischen mit erheblich mehr Gegenwind rechnen, und nun zum eigentlichen Auslöser für diesen Blogbeitrag:

Bereits vor Messebeginn kann #verlagegegenrechts einen riesigen Erfolg verbuchen: Die rechte Wochenzeitung „Junge Freiheit“ hat heute (07.03.2018) bekannt gegeben nicht an der Leipziger Buchmesse teilzunehmen. Diesen Schritt begründet die Zeitung in ihrer eigenen Pressemitteilung mit dem Engagement der Initiative #verlagegegenrechts sowie der Platzierung des Standes.

Hier könnt Ihr die Pressemitteilung von #verlagegegenrechts lesen:

LINK ZUR PRESSEMITTEILUNG